Perception since zero

Von unserem Wesen zu einem Zeitpunkt vor unserem Wissen.

Wir wollen uns einmal vorstellen, wie die Welt aussieht, oder was die Welt ist, bevor wir etwas darüber lernen.

Bevor wir vielleicht erkennen, dass man sie „sehen“ kann. Solle man seine Brille abnehmen, die Brille aus der man die Welt sieht, die Form mit der man gelernt hat die Welt zu betrachten. Das bedeutet, wir wissen noch nicht, was ein Stuhl ist, wir wissen nicht was Licht ist, wir wissen noch nicht einmal, was Sprache ist. 

Wir betrachten den Zeitpunkt als wir aus dem Mutterleib gespült wurden und nicht „das Licht der Welt erblicken“ wie viele so schön sagen, sondern noch davor, also quasi genau dazwischen.

Was wissen wir da? Wir wissen nicht, was passiert ist, wer wir sind und was wir machen. Aber viel wichtiger – wir fragen es uns auch nicht. 

Alles was wir um uns herum sehen, wenn wir nicht in der kompletten Natur, wie zum Beispiel im Wald sind, ist von uns verändert worden. 

Wir sitzen zu Hause im Wohnzimmer und sehen ein Buch auf dem Tisch liegen. Es ist selbst verständlich, dass Bücher existieren, sie gehören zu unserem Alltag, sie sind eine Form in unserer Brille.

Was ist jedoch ein Buch wenn wir es genau betrachten? Es ist etwas das aus Blättern besteht und auf diesen Blättern steht etwas. Buchstaben stehen da. Diese Buchstaben kennen wir und diese können wir zusammensetzen, zu Wörtern, zu Sätzen – zu unserer Sprache die wir verstehen. Daher kommt sie ja auch oder? Die Sprache wurde aus Buchstaben zusammengesetzt. Richtig? Nein natürlich nicht! Was ist denn eine Sprache, wozu gibt es sie denn?

Sie ist unsere Kommunikation!!! Das ist was wir hören, wenn wir sprechen oder uns von einem Lautsprecher etwas sagen lassen. Aber nicht Buchstaben. Buchstaben sind nicht da wenn wir in den Wald gehen. Das bedeutet für mich, Buchstaben sind nicht der Ursprung der Kommunikation. Aber was ist denn da, wenn wir in den unberührten Wald gehen? Genau ! Geräusche!! Das dient doch auch zur Kommunikation dachte ich? 

Beschränken wir uns mal rein auf die Physik. Was wir im Wald hören sind doch auch bloß Schallwellen? Zumindest nenne wir das so. Das was aus unserem Mund kommt auch und das aus den Lautsprechern scheinbar auch, sonst könnten wir es wahrscheinlich nicht hören. Aber Buchstaben habe ich im Wald noch keine gesehen. Und auch noch keine für mich verständlichen Worte von Tieren. Hat das vielleicht damit zu tun, dass wir das alles bloß selbst erfunden haben? Diese „Sprache“ und so? Ich kann es nicht beweisen, aber physikalisch gesehen haben wir Stimmbänder in unserem Hals, die wohl Schwingungen erzeugen können, und zufälliger Weise auch noch Knochen im Ohr, die Schwingungen auf diesen Frequenzen wahrnehmen können. Aber wie kommen wir jetzt von den Frequenzen zu unserer Sprache? Genau, mit unserem Gehirn. Das Gehirn ist wohl an allem schuld. Denn es tut wohl seit dem Zeitpunkt, von dem ich am Anfang redete, bis heute nichts anderes, als diese Signale wie zum Beispiel die Frequenz zu verketten. Ja quasi in unserem Gehirn aneinander zu reihen. Aber so, dass es immer kürzere Verknüpfungen untereinander gibt für Dinge, die zusammen hängen. Also es gibt nicht nur Signale, die herein kommen, sondern auch Signale, die raus gehen. Zum Beispiel an unsere Muskeln, um diese zu bewegen. Was denken sie denn wieso es so etwas wie Reaktionstraining gibt und man bei diesem sogar Fortschritte machen kann.

Die Verbindung vom Signaleingang, zum Beispiel einem Ton, bis zum Signalausgang, zum Beispiel eine Muskelbewegung wird einfach immer sinnvoller verknüpft. Also der Signalweg wird kürzer. Aber zurück zur Sprache. Anscheinend gibt es diese im Wald nicht, ich habe sie zumindest dort noch nie gehört. Das lässt mich darauf schließen, wir haben sie frei erfunden, denn geklaut haben wir sie dann wohl nicht und vom Himmel wird sie auch nicht gefallen sein. Also haben wir wohl in unserem Gehirn irgendwo eingebrannt, was eine bestimmte Reihenfolge von bestimmten Frequenzen die wir wahrnehmen für eine Bedeutung für uns hat. Aber bisher war ja die Schlussfolgerung für ein Eingangssignal folgt auch ein Ausgang? Heute würde man das, was unser Gehirn tut, in der Technik als Gateway bezeichnen – ein Übersetzer. Aber ich versuche jetzt nicht das Gehirn mit einem Computer zu vergleichen, also nehmen wir einfach an, unser Eingangssignal ist bekannt und es ist irgendwo „eingebrannt“ im Gehirn. Das ist wohl wie wenn wir die Worte „Wie geht es dir“ wahrnehmen, die haben wir irgendwann schon einmal gehört und „gelernt“ was sie bedeuten. In unserer Realität folgt nun vielleicht, ein Ausgangssignal mit einem Signal über unsere Stimmbänder, das so etwas wie „Gut“ für uns verständlich machen würde. Jedoch könnte die gleiche Person auch „Gar nicht gut“ von sich geben, unabhängig vom Eingangssignal. Das lässt mich zu einer weiteren Frage bringen. Wer oder was entscheidet über die Ausgabe??? Nun gut… .Man kann es sich nun vorstellen wie eine ganz komplizierte elektrische Schaltung, man drückt einen Knopf, und nur wenn auch etwas anderes gedrückt ist, passiert dies und ansonsten etwas anderes. Das ganze nun unendlich groß verstrickt und endlos viele Einflüsse also Einganssignale lassen ein logisches Rückschließen nichtmehr zu und plötzlich hat man einen denkenden Menschen. Der nicht wie wir es behaupten entscheidet, sondern nur so komplex verkettet ist, das wir Ergebnisse nichtmehr nachvollziehen können. Doch wer beweist mir das ??? Ist das so oder gibt es da noch etwas ganz anderes. Und wieso können wir dann behaupten annehmen wir würden denken? Wenn doch alles schon vorbestimmt ist? Oder ist das was anscheinend denkt auch bloß ein Eingangssignal für das Gehirn? Und wieso ist dies dann bei allen von unseren Modellen ähnlich? Gibt es etwa einen Bauplan? Dies ist wohl ein Thema das wir so schnell nicht klären können und ich auch nicht vertiefen möchte, dies verlangt viel tiefere Einsichten in die Chemie und Physik des Menschen und tiefergehende philosophische Ansichten.

Doch um darauf zurück zu kommen, mit was ich eigentlich begonnen hatte, diese Ansichten die wir haben, diese existieren nicht wirklich, die bilden wir uns bloß ein. Physikalisch gibt es keine Buchstaben, wir haben sie bloß erfunden, einfache Muster auf einem Papier denen wir, und nur wir, in Kombination Bedeutungen zugewiesen haben, um unsere wahrgenommenen Frequenzen, die wir auch abstrahiert haben und daraus ganze Sprachen gebildet haben, nieder zu schreiben, auf Papier zu bringen. Deswegen kann auch ein Tier damit nichts anfangen, und wir nicht die Sprache der Tiere verstehen da wir diese einfach nicht gelernt haben. Es baut alles aufeinander auf, alles was wir sehen, was nicht direkt Natur ist, ist durch unsere Brille vielleicht selbstverständlich, jedoch wurde es von uns gebildet und dessen sollten wir uns bewusst bleiben.

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